Aug 25

Anfang der 80er war‘s, als das Benzin zum ersten mal in Europa knapp wurde. Unser geliebter Staatsratsvorsitzender, Genosse Erich Honecker, kam von einem Staatsbesuch aus Libyen zurück. Von seinem Kumpel Gaddafi hatte er ein Kamel geschenkt bekommen, damit kam er gleich am nächsten Tag zur Arbeit vor das Staatsratsgebäude geritten. Vor dem ZK hält er eine mitreißende Rede, in der er alle Genossen auffordert, es ihm gleichzutun und auf Autos zu verzichten, um Benzin zu sparen. Der Genosse Mielke, Erichs Nachbar, bittet ihn, ihm mit auf das Kamel zu laden, sie hätten den gleichen Weg und auf dem Kamel ist für sie beide Platz genug. Erich entspricht der Bitte, dann ist es auch nicht so langweilig auf dem langen Ritt zur Arbeit.
Nach einigen Tagen sind schon etliche Reittiere vor dem Staatsratsgebäude angebunden. Als der Genosse Staatsratsvorsitzende eines abends aus dem Gebäude kommt, sieht er, wie der Stasichef von einem Kamel zum andern geht, den Schwanz anhebt und kopfschüttelnd zu seinem Chef sagt, er könne ihr Kamel nicht herausfinden.
Sagt der Genosse Honecker: „Aber wieso schaust Du denn den Kamelen unter die Schwänze?“
„Aber Erich, hast Du es denn morgens noch nie gehört, wenn die Leute uns sahen, riefen sie ‚Seht mal da, da kommt das Kamel mit den beiden Arschlöchern!‘“.

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geschrieben von Chef

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